Zwei Auswärtsspiele, viele knappe Sätze und am Ende leider keine so sehr benötigten Punkte: In Darmstadt starteten wir furios, waren ganz nah am Unentschieden, mussten uns aber mit 3:5 geschlagen geben. In Hofheim wurde es trotz mehrerer Dreisatzkrimis deutlich (1:7) – auch, weil die entscheidenden Punkte in den engen Momenten zu oft auf die andere Seite fielen. Was bleibt, ist ein Wochenende, das weh tut, aber auch zeigt: Wir können mithalten, wir kämpfen, und wir nehmen als Team viel mit.

Samstag in Darmstadt: Die Führung aus der Hand gegeben (3:5)
Am Samstag ging es für uns nach Darmstadt – und wir waren sogar vor der Heimmannschaft in der Halle. Die Ausgangslage war klar: Wenn wir uns überhaupt noch eine realistische Chance auf den Klassenerhalt erhalten wollten, mussten wir dieses Auswärtsmatch gewinnen. Entsprechend fokussiert und mit ordentlich Spannung im Bauch sind wir in den Spieltag gestartet. Und der Start war genau das, was wir gebraucht haben.
Das 1. Herrendoppel sowie das Damendoppel gingen jeweils in zwei Sätzen an uns, und plötzlich stand die 2:0-Führung. Besonders schön war dabei der Moment für Luis: Endlich hat es mit einem Sieg im ersten Herrendoppel geklappt – diesmal gemeinsam mit Nils, weil Julius als regulärer Partner leider nicht mitkommen konnte. Im 2. Herrendoppel mussten Martin und Pascal danach allerdings den Punkt abgeben.
Lilli machte im Dameneinzel wieder das, was sie in dieser Saison so oft gemacht hat: ruhig bleiben, ihr Spiel durchziehen und souverän gewinnen. In den Herreneinzeln wurde es dann leider zunehmend schwierig. Martin verlor sein 2. Herreneinzel im zweiten Satz und konnte es diesmal nicht wie in der Hinrunde noch in einen dritten Satz drehen. Pascal zeigte im Vergleich zur Hinrunde ein deutlich verbessertes Spiel und kämpfte sich in den dritten Satz, aber dort hat am Ende die letzte Ausdauer gefehlt. Auch das 3. Herreneinzel ging an Darmstadt. Im 1. Herreneinzel kam noch eine besondere Randbedingung dazu: Luis’ Gegner fastet aktuell und hatte darum gebeten, das Spiel nach hinten zu schieben. Energieprobleme hatte er dann allerdings trotzdem keine – und Luis erwischte leider einen fehlergeplagten Tag, sodass das Spiel in zwei Sätzen an Darmstadt ging.
Damit war aus der 2:0-Führung inzwischen ein 3:4 geworden, und das Mixed wurde zum echten Endspiel um das Unentschieden. Nils und Johanna erkämpften sich den dritten Satz, die Stimmung war entsprechend aufgeheizt, weil wirklich jeder wusste, wie wichtig dieses Spiel jetzt ist. Leider blieben wir im Entscheidungssatz nicht cool genug, und am Ende ging das Mixed in der Verlängerung mit 20:22 weg. Der Spieltag in Darmstadt endete damit 3:5 – extrem bitter, weil wir so gut reingekommen sind und das Unentschieden zum Greifen nah war.
Den Abend haben wir dann als Team wieder eingefangen: zwei bestellte Familienpizzen, ein schöner gemeinsamer Ausklang und natürlich trotzdem noch Badminton. All England im Stream durfte nicht fehlen, also liefen bei uns später am Abend noch Dameneinzel und Herrendoppel. https://dbv.turnier.de/sport/teammatch.aspx?id=20F9BF22-5F90-44DF-AD12-99E7D286BF4F&match=314
Sonntag in Hofheim: Viele knappe Dinger (1:7)
Am Sonntag war Spielbeginn in Hofheim erst um 14 Uhr. Das hat uns einen angenehmen Vormittag beschert: ausschlafen, ein ausgiebiges Frühstück und sogar Kuchen von Oma. Danach ging es rüber nach Hofheim. Ein kleiner Wunsch blieb allerdings unerfüllt: Wir hatten kurz gehofft, noch auf den Matten spielen zu können, die von der Bundesliga dort aufgebaut waren, aber Hofheim II wollte den Abbaustress nicht und hat das der ersten Mannschaft überlassen.
Los ging es wieder mit Nils und Luis im 1. Herrendoppel. Das Match war spannend und die beiden haben wirklich stark gespielt, mussten sich am Ende aber in zwei Sätzen geschlagen geben. Die Damen machten es dramatischer: Nach gewonnenem ersten Satz drehten die Gegner das Spiel und holten die Sätze zwei und drei.
Im 2. Herrendoppel lief es leider ähnlich. Martin und Pascal gewannen den ersten Satz überraschend, aber eine taktische Umstellung auf Hofheimer Seite brachte dem Gegner die Wende und damit die folgenden Sätze. Ärgerlich, weil es nach dem Start wirklich nach mehr aussah. Im 1. Herreneinzel musste sich Luis anschließend recht deutlich geschlagen geben. Lilli machte es im Dameneinzel wieder spannend: Nach einem klar verlorenen ersten Satz stellte sie sich mit Coaching von Nils und Johanna deutlich besser ein, gewann den zweiten Satz klar und holte auch den dritten. Besonders schön daran war, dass sie sich damit sogar für eine Niederlage gegen diese Gegnerin bei den Südwestdeutschen Meisterschaften revanchieren konnte.
Der nächste Dreisatzkrimi folgte im 2. Herreneinzel mit Martin. Er holte sich überraschend den ersten Satz und führte im zweiten sogar bis 15:11. Dann kippte das Spiel – lange Aufschläge des Gegners, ein verlorener Rhythmus, und plötzlich ging der zweite Satz mit 15:21 weg. Im dritten Satz wechselte die Führung ständig, es wurde hitzig, es gab Diskussionen auf dem Feld, und am Ende fehlten zwei Punkte: 21:23. Pascals 3. Herreneinzel ging danach in zwei Sätzen an Hofheim.
Zum Abschluss musste auch das Mixed wieder über drei Sätze gehen, aber Nils und Johanna konnten ihre überragende Form aus dem zweiten Satz nicht mitnehmen und spielten den dritten zu verkrampft. Am Ende stand ein 1:7, und trotzdem fühlt sich das Ergebnis härter an, als es sich über weite Strecken auf dem Feld angefühlt hat. Drei unserer fünf Niederlagen kamen erst im dritten Satz zustande. Genau da sieht man aktuell, dass wir mithalten können, aber an einzelnen Stellen noch die letzte Coolness, Schlagsicherheit, Erfahrung oder Ausdauer fehlt, um diese engen Spiele zu ziehen. https://dbv.turnier.de/sport/teammatch.aspx?id=20F9BF22-5F90-44DF-AD12-99E7D286BF4F&match=315
Schlussgedanken: viel gelernt – und jetzt sauber zum Saisonfinale
Nach einer Pause bei McDonald’s inklusive rutschen auf dem Spielplatz traten wir die späte Heimreise an. Dieses Wochenende hatte viel Positives und viel Negatives – aber vor allem hatte es Zusammenhalt. Und es hat uns leider auch endgültig gezeigt, dass der Klassenerhalt für uns nicht mehr möglich ist. Jetzt gilt es, die letzten Tage gut zu nutzen, uns ordentlich auf das letzte Wochenende vorzubereiten und uns mit erhobenem Kopf aus der Oberliga zu verabschieden.


